Wenn Ihnen diese tägliche Netzrecherche zum Rechtsextremismus etwas wert ist... ...klicken Sie hier

Sunday, January 23, 2005

vom Wochenende


  • Die "Neue Züricher Zeitung" bespricht das neue Buch von Aharon Appelfeld: "Geschichte eines Lebens." Aus dem Hebräischen von Anne Birkenhauer.


  • Laut einer Studie des Berliner Zentrums für Antisemitismusforschung hat fast jeder fünfte Deutsche ein antisemitische Einstellung, berichten die OÖ-NAchrichten.


  • Der Berliner "Tagesspiegel" sieht in Europa 60 Jahre nach Auschwitz einen virulenten Antisemitismus. "Ein allgemeines Anwachsen des Antisemitismus in Europa oder gar weltweit lässt sich schwer nachweisen. Es gibt aber Indizien dafür. Das Schlagwort des „neuen, globalen Antisemitismus" fasst mehrere Veränderungen begrifflich: Sie bestehen weniger darin, dass sich eine bisher nicht gekannte Form des Antisemitismus mit gänzlich neuen Trägerschichten entwickelt hätte, als vielmehr in der gleichzeitigen Präsenz, Virulenz und Vermischung vorhandener Ausprägungen, die durch den Nahostkonflikt mobilisiert werden. Er scheint nach dem Ende des Ost-West-Gegensatzes immer stärker zum Symbol der Zweiteilung der Welt zu werden. An ihn lassen sich zum Teil alte Feindbilder und Schuldzuschreibungen anbinden. So ist etwa die Entwicklung einer radikalen antijüdischen Haltung in der arabischen Welt spätestens seit den 70er Jahren beobachtet worden. Und Jehuda Bauer, der berühmte Holocaust-Forscher in Yad Vashem, warnte auf einer Tagung des Zentrums für Antisemitismusforschung bereits 1992 vor dieser neuen, vom islamistischen Fundamentalismus ausgehenden Gefahr."


  • In der "Welt am Sonntag" berichtet Michael Stürmer (!?) über die Veröffentlichung der Gespräche eines US-Psychiaters mit den Angeklagten der Nürnberger Prozesse. "Goldensohn war ein guter Zuhörer und ein scharfer Beobachter, der auch Körpersprache zu deuten wußte. Die Gespräche fanden auf deutsch statt. Die Notizen, oftmals lange wörtliche Passagen, wurden über Jahrzehnte nicht beachtet und kaum genutzt, bis sie im vergangenen Jahr von dem amerikanischen Historiker Robert Gellately, einem Kenner der NS-Geschichte, veröffentlicht wurden, annotiert mit erklärenden und weiterführenden Angaben. Was eine sorgsame wissenschaftliche Edition ist, ist auch eine der wichtigsten Quellen zu den Eliten des "Dritten Reiches"."


  • Das österreichische Online-Magazin "Profil" stellt eine Serie über "Hitlers verlorene Familie" ins Netz. Interessant das bei Profil die Bezeichnung "Drittes Reich" für die Nazi-Herrschaft benutzt wird. "Im Dritten Reich durfte die Familie des „Führers" offiziell nicht existieren. Nun wurde der Fall seiner Großcousine Aloisia V. bekannt, die 1940 in einer Gaskammer ermordet wurde. Zeitlebens bemühte sich Hitler, seine Herkunft zu verschleiern. profil hat einige der noch lebenden Verwandten des NS-Diktators gefunden."


  • Tobias Jaecker schreibt über einen Beitrag in der Reihe zur "Politischen Theorie und Kultur von Hajo Funke Lars Rensmann. "ANTISEMITISCHE VERSCHWÖRUNGSTHEORIEN NACH DEM 11. SEPTEMBER"


  • Gregor Dotzauer schreibt über die "Neue Rechte". "Wie junge Provos die Neue Rechte beleben - und warum die deutschen Intellektuellen schon lange nicht mehr links sind"


  • Ebenfalls in der "Welt am Sonntag" findet sich ein Bericht über die Familie von Menachem Stern, die dank dem Einsatz Oskar Schindlers den Holocaust überlebte.


  • Annanel Wahba beschreibt die Realität in Auschwitz bis zur Befreiung am 27. Januar 1945 durch die Rote Armee. "Am 27. Januar 1945 hatte das Morden in Auschwitz ein Ende - die Rote Armee befreite das größte deutsche Vernichtungslager. Auschwitz ist zum Symbol geworden. Aber was dort geschah, war real bis ins letzte Detail."


  • Arte wiederholt zum 60sten Jahrestag der Befreiung die US-Amerikanische Fernsehserie "Holocaust".


  • Im fränkischen Wunsiedel kämpfen die Bürger für ihre Stadt, berichtet die Frankenpost-Online. "Jetzt wisse man "im Bundestag aus erster Hand, wie Wunsiedel unter den Heß-Aufmärschen leidet. Die Wunsiedler hoffen, dass ihnen das Parlament nun hilft."


  • Die "TAZ" berichtet über einen Wandel in der rechten Szene. "Die rechte Szene ist im Wandel: Dies geht so weit, dass sich beim Outfit immer mehr Rechtsextreme mit traditionell als links geltenden Accessoires wie Palästinenser-Tüchern oder Che-Guevara-Shirts schmücken. Modemarken wie Mediatex mit Thor-Steinar-Logos machen in Berlin dabei Geschäfte"


  • Eine italienische Stadt möchte das Gesicht des Faschisten Benito Mussolini vor dem Rathaus als Mosaik verewigen, berichte die "Netzeitung".



0 Comments:

Post a Comment

<< Home

Powered by Blogger

Automarkt